Monument Valley - Hardys Reise-Homepage

Hardy
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USA - Nationalparks
 Monument Valley












Monument Valley
der klassische Film-Wilde Westen



Mittlerweile 16 Besuche in den Staaten haben es immer wieder bestätigt - das Monument Valley ist für mich einer der schönsten "Parks", bzw. von der Natur geschaffenen Plätze. Ja ja, ich weiß, es ist kein National Park, trotzdem vergleiche ich das Monument Valley immer wieder mit den anderen NP's und ich stelle immer wieder fest, dass das Monument Valley ein Park ist, der mich immer wieder mehr fasziniert als so manch anderer Park.
Monument Valley
Strasse zum Monument Valley
Und es liegt nicht daran, dass hier John Wayne oder John Ford einige bekannte Filme gedreht haben, aber es hilft ein wenig. Ein Film, der mich schon in frühester Jugend gepackt hat und der meinen Hunger nach dem "Wild West" sicherlich enorm unterstützt hat, war "How the West Was Won". Bei uns lief der Film unter dem Titel "Das war der Wilde Westen". Am Ende dieses Films zieht die Familie mit einer Pferdekutsche durch das Monument Valley zu ihrer Farm. Heute kann ich sagen, dass ich diesen Weg selbst schon oft gefahren bin, zwar nur mit einem Auto - und leider habe ich dort keine Farm, so musste ich das unglaublich schöne Valley immer verlassen.

Auch eine Szene aus "Forrest Gump" wurde hier, besser gesagt, kurz vor dem Monument Valley gedreht. Das Foto rechts zeigt die Stelle, an der Forrest Gump stehen blieb und seinen Lauf beendete.

An dieser Stelle halten fast alle Besucher des Monument Valley kurz an. Ich vermute, dass es einer der meistfotografiertesten Stellen in der Nähe, aber noch außerhalb eines Nationalparks ist. Auch ohne die Absicht, ein Foto machen zu wollen - hier muss man einfach kurz anhalten und die unglaubliche Aussicht genießen. Spätestens an dieser Stelle kommt Vorfreude auf, bald  durch das Monument Valley fahren zu können.

Es gibt wohl kaum ein anderes Valley, das von allen sofort erkannt wird wie das Monument Valley. Im Monument Valley wurden zahlreiche berühmte Filme gedreht. Die einfach nur als gigantisch zu bezeichnende Landschaftskulisse hat immer wieder Filmemacher bewogen, Szenen hier zu drehen. Filme mit John Wayne fallen sicherlich jedem zuerst ein, aber viele Filme, in denen John Wayne nicht mitgespielt hat, wurden hier gedreht, wie z.B. "Spiel mir das Lied vom Tod", "Zurück in die Zukunft III", "Easy Rider" und wie schon oben erwähnt "Forrest Gump" und "Das war der wilde Westen", nur um mal einige zu nennen.

Ich war bereits einige Male im Monument Valley und ich gebe zu, dass mir jedes Mal, wenn ich durch das Monument Valley fuhr, nicht nur immer wieder die atemberaubende Landschaft imponiert hat, sondern dass mir auch immer gleichzeitig die Filme eingefallen sind, die hier gedreht wurden und viele der hier gedrehten Szenen spulten sich erneut in meinem Kopf ab - teilweise sogar mit Ton. ;-) Mir ging es bei den Western-Filmen tatsächlich nie um die Ballerei, sondern in der Tat mehr um die manchmal grandiosen Landschaftsaufnahmen. Ich erinnere mich noch sehr daran, wie der bereits oben genannte Film "Das war der Wilde Westen", gedreht 1962, damals auf mich gewirkt und welchen "Hunger" er auf den mittleren Westen der USA bei mir ausgelöst hat.
Butte im Monument Valley

Möchte man von Bluff aus zum Monument Valley fahren, kommt man direkt in Bluff beim Twin Rocks Trading Post Cafe vorbei. Eine kleine Pause einzulegen lohnt sich. Staunend steht man vor den Twin Rocks, die hoch in den Himmel ragen. Wenn man ins Restaurant möchte, in dem es neben guten Speisen u.a. auch von den Navajos hergestellten Schmuck zu kaufen gibt, kommt man direkt in absoluter Nähe an einem "gestapelten" Felsen vorbei, der scheinbar nur auf einer kleinen Fläche liegt (s. Bild Nr. 4), der Rest des oberen gewaltigen Felsens schwebt eindrucksvoll in schräger Lage in der Luft. Hier stellte sich mir immer die Frage, wann der Felsen denn wohl mal herunterkrachen würde.

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unten 6 Fotos von einer Teilstrecke zum Monument Valley


Gouldings Lodge, Monument Valley
Früher gab es am Eingang zum Monument Valley nur ein Hotel, und zwar das von Navajos geleitete Gouldings Lodge. Das Gouldings Lodge war immer ein einfaches Hotel, aber es vollkommen ok und auch die zubereiteten Speisen im Hotel waren recht gut und vor allem das Personal war zu jeder Zeit außerordentlich freundlich. Es hatte einfach auch Stil, in diesem Hotel zu übernachten und von dort aus einen Teil der Kulisse des sehr nahgelegenen Monument Valley zu sehen.
Links neben dem Gouldings Lodge befindet sich das Goulding’s Trading Post Museum, das man unbedingt besuchen sollte, es ist sehr lehrreich und und sehr informativ.


John Wayns Military-Office im Monument Valley
Direkt hinter dem Museum befindet sich ein kleines Gebäude, das John Wayne in einem seiner Filme als "Military-Office" genutzt haben soll. In Wahrheit wurde das Gebäude nur für die Aussenaufnahmen verwendet, alle Aufnahmen, die im Inneren des kleinen Gebäudes gemacht worden sein sollen, wurden in Wahrheit in den Studios in Hollywood gedreht. Wenn man heute das Gebäude betritt, findet man dort eine Stube, wie das Office von Captain Nathan Brittles, gespielt von John Wayne, ausgesehen haben soll. Viele Bilder aus den Filmen mit John Wayne, insbesondere aus dem Film "She Wore a Yellow Ribbon" sind in den verschiedenen kleinen Räumen angebracht worden und wenn man die Stimmung, die vom Inneren des "Cabin" ausgeht, in
sich aufnimmt, ist es dann auch völlig egal, dass sich in Wirklichkeit in diesem Gebäude früher der Kartoffel-Keller der Eheleute Goulding befand.

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unten 29 Fotos vom Monument Valley


Hotel "The View" Monument Valley, USA
Heute sollte man immer versuchen, im vor wenigen Jahren neu errichteten Hotel "The View" ein Zimmer zu bekommen und das "Gouldings Lodge" nur noch dann zu wählen, wenn das "The View" bereits ausgebucht ist - und das passiert extrem schnell. Es empfiehlt sich, mindestens ein halbes Jahr vor der geplanten Ankunft ein Zimmer im "The View" zu reservieren, sonst bekommt man garantiert kein Zimmer mehr!
Im Bild rechts ist oben auf dem Berg das Hotel "The View", in der vergrösserten Darstellung des Bildes (auf das Bild klicken) sieht man das Hotel etwas genauer. Wir hatten Glück, auf unserer letzten Reise zum Monument Valley bekamen wir ein Zimmer im "The View".

Hocherfreut und voller Erwartungen fuhren wir zum "The View" - und wurden nicht enttäuscht. Das Hotel liegt direkt auf einer Anhöhe am Rande des Monument Valley mit unverbaubarem grandiosem Blick auf das Monument Valley. Das Hotel ist einfach nur toll, die Zimmer sind ausreichend groß und alle Zimmer haben einen Balkon mit Blick in das Monument Valley und die ersten Butts scheinen zum Greifen nah, wenn man Glück hat, erwischt man im Restaurant einen Tisch am Fenster und man weiß nicht, ob man auf seinen Teller schauen soll, oder aus dem Fenster ins Valley. Das Hotel wird geleitet von der Tochter des Chiefs der Navajos - dass ihr Vater der Chief der Navajos ist, hat bei der Erteilung der Genehmigung für den Bau des Hotels an dieser absolut einmaligen Stelle sicherlich geholfen, denn das Hotel liegt bereits im Monument Valley und nicht, wie das "Gouldings Lodge", ausserhalb. Das man sich bereits im Monument Valley befindet merkt man bei der Anreise zum Hotel schon daran, dass man durch ein Gate fahren muss, eine Art Toll Place (Mautstelle), bei der die üblichen "Zutrittsgebühren" von zuletzt ca. 6 Dollar zu entrichten sind, die auch bei den meisten anderen Eingängen zu Parks zu entrichten sind, die sich in Händen der Navajos befinden.

Monument Valley
Und spätestens nach dem Check-in im Hotel hat man die Entscheidung zu treffen: Fahre ich mit dem eigenen Mietwagen ins Monument Valley runter, oder buche ich eine Tour, die durch die Navajos mit deren geländegängigen Wagen organisiert wird. Beides hat was für sich: Bei einer von einem Navajo geführten Tour kommt man an Stellen heran, die man mit einem eigenen Fahrzeug nicht ansteuern darf und man holt sich am Mietwagen garantiert keinen Achsbruch.
Das Foto links zeigt natürlich nicht die Abfahrt ins Valley, wer an der auf dem Foto angezeigten Stelle angekommen ist, der ist zumindest schon mal heil unten angekommen. Wer runter- oder rauffährt, hat keine Zeit für Fotos ...

Bei der Fahrt mit dem eigenen Mietwagen kann man halten wo man will und pausieren und fotografieren wo man will. Wir haben uns immer für die Variante "eigene Anreise" entschieden. Doch bei dieser Variante muss man sich über eins absolut im Klaren sein: Sobald man sich auf den Weg hinab ins Valley macht, ist der Mietwagen nicht mehr versichert! Die "Strasse" bis ins Tal ist in einem dermaßen desolaten Zustand, dass man höllisch aufpassen muss, wo man herfährt. Es geht auf keinen Fall, dass man in direkter gerade Linie (also immer auf seiner Spur bleibend) die Strasse herunterfährt. Sehr viele Senkungen und auch große Steine, die aus der Strasse herausragen, befinden sich von ganz oben bis ganz unten und man muss ständig sehr vorausschauend fahren, um zu sehen, ob man nach 5 oder 10 Metern auf der soeben eingeschlagenen Linie überhaupt noch weiterkommt. Man ist ständig damit beschäftigt, das Lenkrad von hart rechts nach hart links und umgekehrt zu drehen und man sollte das Wort "Schritttempo" absolut ernst nehmen. Nur dann kommt man sicher unten an. Herunter geht es auch einfacher als aufwärts, weil man bei der Runterfahrt den Wagen ohne Gas zu geben einfach auch nur sehr langsam rollen lassen kann. Bei der Aufwärtsfahrt muss man immer etwas Gas geben und da machen die dicken fetten aus der Strasse herausragenden Steine unter Umständen Probleme.

Heil unten angekommen geht es wesentlich sanfter zu, aber niemals ist die Strasse, sofern man sie überhaupt so nennen kann, relativ eben. Unten fährt man überwiegend über roten Sand, der allerdings meistens fest gefahren ist. Es gibt zwei Routen durch das Valley - wir haben immer die große Route gewählt. Und wir hatten auch immer das Glück, dass nur wenig Fahrzeuge unterwegs waren, vor allem auf der großen Route. Vielleicht wählen doch viele Besucher die Variante geführte Tour.
Und dann wird man mit einer zum Greifen nahen grandiosen Kulisse belohnt. Wenn man dann noch mit guten Wetter beschenkt wird (wir hatten leider oftmals einen bewölkten Himmel), dann ist alles
Monument Valley
perfekt, aber man kann sich das Wetter nicht aussuchen, wenn man nur einen kompletten Tag da ist.

An einigen Stellen findet man Wege, an denen ein Schild mit einem Betretungsverbot steht. Man sollte das ernst nehmen, denn im Monument Valley wohnen einige Navajos und die möchten keine Touristen vor ihren Häusern stehen haben. Hier ist das Fotografieren unerwünscht - ich gebe zu, einmal habe ich das Schild auch erst gesehen, als das Foto bereits im Kasten war - sorry.

Ein paar Stunden sollte man einplanen, wenn man die große Runde machen möchte - was sehr zu empfehlen ist. Man kann übrigens im Monument Valley auch eine Tour zu Pferd in Begleitung eines Navajos buchen. Mein Sohn hat das mit seiner Frau bereits gemacht und war begeistert. Und wer möchte, kann am berühmten John Ford-Point auch ein Pferd mieten und sich dann fotografieren lassen.
Es würde wahrscheinlich leichter fallen, mit dem Pferd den extrem holprigen Weg zurück nach oben zu machen, aber irgendwann muss man mit dem Wagen wieder hoch. Es hilft nichts, da muss man durch bzw. gaaanz laaangsam zurück nach oben fahren. Und wenn man einen Automatikwagen als Mietwagen hat, ist das sicherlich leichter, als mit einem Schaltwagen.
John Ford Point im Monument Valley

Nochmal - machen Sie, wenn Sie die Zeit haben, die große Tour durch das Monument Valley. Oben am Hotel "The View" werden Sie noch viele Autos und somit auch viele Menschen sehen. Aber wie gesagt, etliche trauen sich auch nicht, mit dem eigenen (Miet-)Wagen ins Valley zu fahren, sondern buchen eine durch die Navajos geführte Tour. Wenn Sie die große Tour mit Ihrem Wagen machen, dann werden Sie nur noch wenige Touristen sehen. Ich, bzw. wenn ich mal nicht allein unterwegs war, auch wir haben auf der großen Tour immer nur sehr wenig Menschen gesehen und man kann die Stille, die Atmosphäre und die einmalige Kulisse an vielen Stellen auf der großen Runde des Monument Valley oft völlig allein genießen.

Weil ich das Hotel "The View" als so angenehm empfunden habe und weil es an so einmaliger Stelle gebaut wurde, zeige ich mal ein paar Fotos vom Hotel. Übrigens - in einem der Gänge des Hotels hat die Inhaberin einige Bilder ihrer Ahnen angebracht mit interessanten Informationen über die abgebildeten Personen. Toll, finde ich richtig klasse.
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