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USA - Nationalparks






Bryce Canyon



Bryce Canyon Nationalpark
Utah


Als ich vor vielen Jaharen zum ersten Mal den Bryce Canyon Nationalpark in Utah sah, war ich einfach nur sprachlos und ich hatte mich gefragt, wie so etwas wie der Bryce Canyon überhaupt entstehen kann. Nun, also - und wie kann jetzt sowas entstehen?

"Der Nationalpark liegt auf dem Colorado-Plateau, genauer an der südöstlichen Kante des Paunsaugunt-Plateaus. Der Name Paunsaugunt leitet sich von der Uto-Aztekischen Sprache der Paiute-Indianer ab und bedeutet Heimat des Bibers.
Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss gebildet. Er ist damit kein Canyon im eigentlichen Sinne wie zum Beispiel der Grand Canyon. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit bizarren Felsnadeln, sogenannte Hoodoos. Diese Felsnadeln erreichen eine Höhe bis zu 60 Meter. Die so entstandenen Amphitheater erstrecken sich über eine Länge von über 30 km. Das größte Amphitheater trägt den Namen Bryce Canyon. Es ist nahezu 5 km breit, 19 km lang und fällt über 240 Meter gegenüber dem Plateau ab.
Als sich die Gegend im Zuge der Gebirgsbildung anhob, entstanden zahlreiche Seen, deren Sedimente den Basalt und Sandstein bedeckten. Diese Seenplatte hatte etwa 20 Millionen Jahre Bestand und endete etwa vor 60 Millionen Jahren. Während dieser Zeit veränderten sich die Seen unter anderem durch klimatische Veränderungen. Durch starke Variation in der Größe und Tiefe hinterließen sie stark wechselnde Sedimentschichten.
Vor etwa 16 Millionen Jahren hob sich das Plateau um nahezu 1000 Meter. Vor dieser Zeit befand sich das Gebiet fast auf Meeresspiegelhöhe. Das gesamte Plateau nennt man Colorado Plateau. Es zerbrach in zahlreiche kleinere Plateaus. Eines davon ist das Paunsaugunt Plateau.
Als der amerikanische Kontinent weiter Richtung Norden driftete, veränderte sich das Klima auf dem Plateau, es wurde bedeutend kühler und auch die Niederschläge nahmen zu. Häufige Niederschläge und Erosion durch gefrierendes Wasser formten das heutige Gesicht der zahlreichen Amphitheater, die eine nach Osten gerichtete Schichtstufe bilden. Pro Jahr gibt es auch heute noch bis zu 200 Frost- und Tauwetterperioden, welche noch immer den Park erodieren."
Quelle: Wikipedia

Den Namen Bryce Canyon erhielt der Park in Erinnerung an  Ebenezer Bryce, der sich um 1875 dort niederließ. Man sollte die Höhe des Bryce Canyon nicht unterschätzen, er beginnt bei etwa 2.200 m und ist an der höchsten Stelle eines Viewpoints in etwa 2.700 m Höhe, also nicht viel unter Zugspitzhöhe. Fast unbemerkt fährt man mit dem Auto nach und nach in diese Höhen, denn eigentlich sieht man kaum Berge. Das liegt daran, dass man auf dem Colorado-Plateau fährt, also eigentlich schon oben angekommen ist.

Mittlerweile habe ich den Bryce Canyon einige Male besucht. Ich stehe immer noch staunend an den zahlreichen View Points und schaue auf die schier endlose Anzahl von aufragenden Hoodoos, den Felsnadeln. Der Bryce Canyon ist immer noch einer ständgien Veränderung unterworfen. Es heißt, wenn man nach einem Jahr wieder am Bryce Canyon ist, hat sich der Canyon durch die ständige Erosion verändert. Entlang des so genanntn Amphitheaters verläuft, wie in den USA in den Parks üblich, eine sehr gut ausgebaute Straße mit zahlreichen Parkplätzen und View Points. Über einen direkt an der Oberkante des Amphitheaters geführten sehr gut ausgebauten Weg kann man dann als Fußgänger entlang der Oberkante des Bryce Canyons laufen.

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nachfolgend 35 Bilder vom Bryce Canyon Nationalpark

Ich war zu unterschiedlichen Jahreszeiten am Bryce Canyon, sowohl in den Sommermonaten als auch im Herbst. In den Sommermonaten sieht man häufig vereinzelt Rehe und vor allem Sqirrels (Eichhörnchen). Vor allem die Sqirrels haben sich so sehr an die Touristen gewöhnt, dass sie ihnen auf allen Wegen an der Oberkante des Amphitheaters begegnen und sich auch gern füttern lassen. Aber mein Highlight war die Herde Rehe, die angeführt von einem Hirsch, unbekümmert der Tatsache, dass ich dort stand, in ca. 10 Meter Entfernung in gemächlicher Gangart den Weg vor mir kreuzten und dann langsam auf einem Weg herabwanderte. Hier oben war bereits Winter, es war Schnee gefallen, wahrscheinlich waren deshalb die Tiere auf dem Weg in geringere Höhen.
Als überraschter Tourist, der nicht damit gerechnet hat, so etwas an diesem Tag zu erleben, steht man da mit offenem Mund und kann es eigentlich gar nicht fassen, was da eben passiert ist.

Vom Weg am oberen Rand entlang des Amphitheaters gehen an manchen Stellen wunderschön angelegte Wege hinab. So hat man Gelegenheit, an die Hoodoos heranzukommen. Auch hat man dann die Möglichkeit, durch einige der ausgehölten Felsen zu gehen, die manchmal Arches sehr ähnlich sehen. Zum Teil gehen die Wege recht steil nach unten. Man sollte sich deshalb gut überlegen, wie lange man nach unten läuft - das Auto parkt oben auf dem Parkplatz und irgendwann muss man wieder hoch.

Ganz früher habe ich natürlich im klassischen Ruby's Inn, dem damals einzigen Hotel vor dem Parkeingang übernachtet. Das Ruby's Inn ist kein Einzelhaus, sondern fast wie ein kleines Dörfchen angelegt. Es gibt ein Haupthaus, in dem auch mehrere kleine Lädchen untergebracht sind und auch einige Restaurants und neben dem Haupthaus gibt es noch einige andere Häuser mit Zimmern für die Hotelgäste. Weiter davor gab es zwar auch noch ein Hotel, aber ich muss ehrlich sagen, dass man das bei der Anreise auch einfach glatt übersehen hat und ich wollte es auch übersehen, dafür hatte das Ruby's Inn viel zu viel Stil. Einmal hatte ich im Ruby's Inn kein Zimmer gebucht, ich war damals mit einem Freund unterwegs und aus Kostengründen haben wir ein Zimmer in Tropic gebucht, einem ein paar Kilometer vor dem Bryce Canyon liegenden Ort. Das Hotel kam mir damals vor, wie das Haus einer ehemaligen Baustellenbaracke, bzw. wie ein Wohn-Container. Schweigen wir.

Das letzte Mal allerdings war ich dann im neuen Hotel Best Western Plus Bryce Canyon Grand Hotel vor dem Parkeingang, gegenüber dem Ruby's Inn. Ein wirklich klasse Hotel mit einem vorzüglichen großen Frühstücksbereich. Aber das Ruby's war deshalb nicht aus dem Gedächtnis gestrichen, denn dort gibt es ein gutes Buffet-Restaurant.

Man sollte mindestens zwei Nächte am Bryce Canyon bleiben, damit man einen ganzen Tag vor Ort ist und sich den Park in Ruhe ansehen kann.

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