Go West 2 - Hardys Reise-Homepage

Hardy
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USA - Rundreisen
Go West - II








Sonnenaufgang am Monument Valley vom Balkon des Hotels "The View"



Quer durch den Wilden Westen
von Denver nach San Francisco




Denver - Independence Pass - Aspen - Ouray - Silverton - Durango - Monument Valley - Grand Canyon - Page - Antelope Canyon - Bryce Canyon - Valley of Fire - Las Vegas - Death Valley - Mammoth Lakes - Mono Lake - Yosemite NP - Carmel by the Sea - San Francisco

vom 30.07.2013 - 12.08.2013 - 3.385 KM
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In Wirklichkeit war ich nicht erst zweimal im Westen der USA, sondern viel öfter. Aber dies ist die zweite Reise in den Westen, über die ich auf meiner Webseite erzählen möchte. Was nicht heißen soll, dass nicht alle Reisen durch oder in den Westen toll waren - im Gegenteil, alle waren toll. Jede Reise hatte seinen besonderen Reiz und keine möchte ich missen. Warum also diese ? Weil sie eine der wenigen Reisen in die USA ist, auf der ich nicht aus dem selben Staat wieder zurückgeflogen bin, in dem ich auch angekommen war. Und weil es die längste Reise war, die ich in einer Richtung unternommen habe - nämlich von Ost nach West, also keine Rundreise. Von Denver in Colorado bis nach San Francisco in California - insgesamt ca. 4.400 km innerhalb von drei Wochen.

Map Reiseroute USA

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt - könnte man angesichts dieser Reise sagen. Nicht nur, dass diese Reise zu einem ganz anderen Zeitpunkt geplant war, sondern sie wurde auch komplett umgedreht. Start und Ziel wurden vertauscht, die Reise ging also statt von Westen nach Osten, von Osten nach Westen.
Warum das Ganze ? Es lag am Airbus A 380, nicht an mir, natürlich nicht.
                                                            rechts "mein" A380

LH A380


Ich wollte unbedingt mit dem A 380 fliegen. Trotz Business-Class war in der von mir gewünschten Zeit und Richtung kein Platz zu bekommen. Geplant war die Reise im Mai, bis August war kein Platz in der BC und in meiner gewünschten Flugrichtung zu finden, bis die Mitarbeiterin der LH auf die gute Idee kam, mal nachzufragen, ob man denn nicht die Reise auch in umgekehrter Richtung machen könne, denn da sei im August von SFO nach FRA in der BC noch was zu kriegen. Kurz überlegt, zugestimmt und dann war der Flug gebucht und auch der Hinflug von DUS nach FRA und von FRA nach Newark und von Newark nach Denver. Na siehste, geht doch.

Also musste ich jetzt einfach nur noch die Excel-Tabelle mit der fast bis ins Detail durchgeplanten Reise um 180 Grad drehen, schon passte alles wieder prima. Nun, ich hatte noch kein Hotel gebucht, das Umplanen war also schnell gemacht.


Ok, dass dann United den Flug von Newark nach Denver noch canceln würde, konnte ich ja nicht ahnen. Ich wurde dann auf einen früheren Flug umgebucht. Dumm war nur, dass die Umsteigezeit in Newark damit so knapp war, dass es fast unmöglich sein würde, den Flug von Newark nach Denver noch zu kriegen. Und da hilft es mir auch nichts, wenn United dafür verantwortlich sein würde und mir u.U. ein Hotelzimmer in Newark zur Verfügung gestellt werden müsste. Ich wolle nach Denver, nicht in Newark übernachten.

Und was wäre dann mit dem in Denver gebuchten Hotel und dem Mietwagen gewesen ?
Wieder zeigte sich die Mitarbeiterin von LH sehr kreativ. Sie fand einen Direktflug von DUS nach Newark, der so früh ging, dass ich hätte schon mit großen Umwegen auf den Knieen robben müssen, um den Weiterflug in Newark nach Denver zu verpassen.
Der Flug war ja noch besser, als der zunächst gebuchte Flug von DUS nach FRA und von FRA nach Newark. Und auf die Umbuchungsgebühr hat die LH auch noch verzichtet.
Es klappte alles, mit den Flügen. Das Hotel in Denver allerdings, das klappte nicht. Aber davon an anderer Stelle mehr.

Vor Jahren bin ich ja schon mal über den Independence Pass in Colorado gefahren und jetzt wollte noch einmal über den Pass fahren - wo kann man sonst noch mit dem Auto auf 12.095 ft fahren. Und beim letzten Mal war ich im September dort und konnte vor Schnee kaum etwas sehen.
Jetzt im Juli würde es ja sicherlich schneefrei sein und die Überfahrt viel gefahrloser, denn damals im Schnee war ich kurz davor, die Fahrt abzubrechen und umzukehren. Man weiß ja - amerikanische Mietwagen haben keine Winterreifen und die damalige Fahrt war schon ziemlich rutschig - aber ich war damals allein auf der Strecke, kein anderes Auto weit und breit.

Independence Pass Summit

Jetzt im Juli waren überraschenderweise auch nicht besonders viel Autos unterwegs. Streckenweise war man komplett allein unterwegs und der Pass gehörte oftmals einem allein und konnte dadurch viel öfter auch mal nach rechts oder links einen Blick werfen. Oben auf der Passhöhe -wie auch damals- waren dann plötzlich etliche Autos.

Die Aussicht war schon toll, auch wenn ich mir in dieser Höhe zerklüfteter, wilder aussehende Rocky Mountains vorgestellt hatte. Ich war richtig überrascht,  die Berge wirkten rundherum gar nicht so gewaltig, wie ich es vermutet hatte, eher sanft geschwungen. Abgesehen von der dünneren Luft, die man schon deutlich spürt, könnte man sich auch irgendwo anders und in wesentlich geringerer Höhe befinden. Und was mich auch total überrascht hatte, waren die unglaublich vielen Mücken in dieser Höhe. Ich hätte nicht erwartet, in dieser Höhe Mücken anzutreffen. Und es war nicht eine einzelne, die sich "verflogen" hatte, nein, es waren hunderte, gefühlte tausende von Mücken. Und sie hatten mit der Höhe gar kein Problem. Im Gegenteil, sie waren sehr aktiv und konnten erfolgreich stechen. Ich kann mich nicht erinnern, schon mal so viel von Mücken gestochen worden zu sein.
Der Independence Pass ist eigentlich sehr leicht zu befahren, in zum Teil sehr schönen leicht geschwungen Kurven geht es von Leadville, CO aus kommend nach Aspen, CO, einem weltberühmten mondänen Skiort in den Rockies. Ich war nicht zum ersten Mal dort, aber dieses Mal habe ich zum ersten Male dort übernachtet und mir den Ort mal in Ruhe angesehen.

Und es hat sich gelohnt. Aspen, CO ist ein sehr schöner Ort mit einer netten "Innenstadt". Es ist alles ein wenig teurer als woanders, aber woanders ist woanders und nicht in Aspen, CO und das gilt insbesondere für die Hotels. Man ist sich des besonderen und bekannten Namens des Ortes sehr bewusst.

Im gleichen Maße ist es erstaunlich, dass man sich auch in diesem mondänen Ort gern des guten Rufes anderer Orte bedient. Insbesondere gilt dies für einige Orte in Deutschland - hier im fernen Aspen ist eine Straße nach Garmisch-Partenkirchen benannt und einige Hotels tragen den Namen von Städten Deutschlands.

Einen Tag später in Ouray, CO konnten wir dieses Phänomen noch mehrfach feststellen und angesichts der ausgewählten deutschen Städtenamen manchmal nur etwas schmunzeln.


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Nachfolgend 8 Bilder von Aspen, CO



Ouray - ein schmaler länglicher Ort, in einer engen Talsohle zwischen hohen Bergen gelegen - hier geht die Sonne später auf und früher unter, denn durch die hohen Berge ist sie kürzer am Himmel zu sehen. Ouray hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt, so gibt es bis heute nur eine einzige asphaltierte Strasse - die Durchgangsstrasse. Alle anderen Strassen sind unpaved roads. Sehr viele Häuser sind vor oder kurz nach der 1900-Jahreswende gebaut worden, man bekommt das Gefühl, dass hier die Zeit ein wenig stehengeblieben ist. Recht bescheiden weist ein großes Schild kurz vor dem Ortseingang darauf hin, dass man sich hier im "Switzerland of Amerika" befindet.
Hier beginnt der "Million Dollar Highway", eine äusserst interessante Berg- bzw. Pass-Strasse. Hier bei Tageslicht zu fahren, ist kein größeres Problem, aber bei Nacht sollte man seine gesamte Aufmerksamkeit der Strasse widmen, denn auf einem Teilstück gibt es auf der Talseite keine Leitplanken, es geht ziemlich steil direkt nach unten - und zwar ganz schön lange ...
Dafür ist der Rest dann bis Silverton, CO und danach bis Durango, CO wie in den USA üblich, recht einfach und entspannt zu fahren.

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nachfolgend 21 Bilder von Ouray und vom One Million Dollar Highway


Wenn man in Ouray das Gefühl hatte, dass dort die Zeit stehengeblieben ist, wird man in Silverton eines Besseren belehrt - denn hier ist die Zeit wirklich stehengeblieben. Auch hier gilt - nur die Hauptdurchgangsstrasse ist geteert, alle übrigen Strassen sind auch hier unbefestigt. Aber auch die Häuser hier sehen ein touch historischer aus. Der Ort ist viel kleiner als Ouray und ehrlich - ich glaube nicht, dass er große Chancen hat, mal grösser zu werden. Und das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass es hier zwar Fast-Food, aber ohne Ketten gibt. Hier endet auch die historische Western-Bahn, die von Durango kommend sich durch die Bergtäler bis Silverton schlängelt. Die Bahnfahrt soll äusserst interessant sein, Eisenbahnfans kommen hier sicherlich auf ihre Kosten.

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nachfolgend 11 Bilder von Silverton, CO

Aber entweder fährt man beide Strecken mit dem Zug oder ein Mitreisender muss mit dem Wagen von Durango aus nach Silverton fahren. Durango hat mich wesentlich mehr interessiert. Es ist eine richtig nette kleine Stadt. Hier war ich besonders gespannt auf das Hotel, dass ich gebucht hatte, denn laut Internet hat man sich sehr um den Erhalt des historischen Charakters des Hauses bemüht, sowohl innen als auch aussen - vorab: absolut gelungen !

In allen Räumen des Hotels, einschließlich Lobby, Treppenhaus und Frühstückszimmer fühlte man sich in eine vergange Zeit zurückversetzt. Beim Frühstück habe ich manchmal das Kauen vergessen , so sehr hat mich die Ausstattung des Frühstücksraumes fasziniert.

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nachfolgend 14 Bilder von Durango, CO


Das nächste Ziel war das Monument Valley. Tja, was soll man zum Monument Valley sagen, wenn man nicht in Superlative geraten will - es ist einfach monumental und superlativ. Es war mein vierter Besuch, aber ich war genauso fasziniert und beeindruckt wie bei meinem ersten Besuch. Nach wie vor ist die Einfahrt ins Valley nicht so einfach und man sollte es sich genau überlegen, ob man mit einem Mietfahrzeug runterfährt. Schritttempo ist schon fast zu schnell und der Wagen sollte einen nicht zu kleinen Bodenabstand haben, sonst bekommt man "Earth feeling", was dem Wagenboden sicherlich nicht gut bekommt. Die Abfahrt ist so schlecht, dass man nur im Zick-Zack-Kurs runter und wieder rauf fahren kann. Mit meinem SUV ging das allerdings ganz gut. Ist man einmal unten, wird man mit einer wunderbaren Strecke vorbei an den Buttons geführt. Empfehlenswert ist der große Loop. Wild-West-Feeling garantiert, wer denkt im Monument Valley nicht an die zahlreichen Western, die hier gedreht wurden, vor allem auch mit John Wayne. An der Goulding's Lodge gibt es noch die Reste seines Armee-Büros aus einem seiner berühmten Filme zu sehen.

Monument Valley
Fotofreaks kommen im Monument Valley voll auf ihre Kosten. Und wer früh genug im neuen Hotel "The View" ein Zimmer gebucht hat (mindestens 6 Monate im Voraus !), bekommt ausserdem noch einen unvergleichlichen Blick über das Monument Valley. Alle Zimmer haben einen Balkon mit Blickrichtung zum Valley. Und man sollte es sich nicht nehmen lassen, sich nach dem Sonnenaufgang zu erkundigen, denn vom Balkon aus hat man die fantastische Möglichkeit, unglaubliche Bilder vom Sonnenaufgang hinter den Buttons zu machen.
Bei meinem letzten Aufenthalt ging die Sonne um 6:00 Uhr auf - um 5:55 Uhr war ich auf dem Balkon, die Videocam auf dem Stativ montiert und bereit - und es hat sich gelohnt ! Das Header-Bild auf dieser
Seite ist ein aus dem Video entnommenes Bild.

Mehr Infos und Fotos vom Monument Valley finden Sie hier ---> Nationalparks / Monument Valley


Grand Canyon
Vom Monument Valley aus ging es auf direktem Weg nach Tusayan zum South Rim des Grand Canyon. Tusayan ist ein kleines Örtchen, das ausschließlich vom Tourismus lebt. Hier ist ein Hotel neben dem anderen und einige recht ordentliche und auch bezahlbare Restaurants findet man hier auch. Die in den USA typischen big food stores sucht man hier allerdings vergeblich, aber man bekommt alles in einigen kleineren Shops an Tankstellen. Direkt bei Tusayan befindet sich auch der Flughafen, von dem aus man Hubschrauberflüge über den Grand Canyon buchen kann, wie gesagt - über den Grand Canyon, nicht durch den Grand Canyon.

Mehr Infos und Fotos vom Grand Canyon finden Sie hier ---> Nationalparks / Grand Canyon


Vom Grand Canyon ging es nach Page, AZ, am Lake Powell. Page haben wir schon einige Male auf unseren Reisen angesteuert, diesmal war der Antelope Canyon unser Grund für den Aufenthalt in Page. Es gibt zwei Antelope Canyons, einmal den Upper und einmal den Lower Canyon, beide liegen in der Navajo-Nation-Reservation. Wie üblich, muss man für das Betreten des Navajo-Nation-Reservation eine Gebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld für den Antelope Canyon bezahlen. Wir waren im Upper Canyon, zu dem man vom Parkplatz aus gruppenweise mit Geländewagen der Navajos gefahren wird. Man zahlt die kleine Betretungsgebühr, parkt seinen Wagen und geht dann zur Kasse/Anmeldung und kann dann dort vereinbaren, zu welcher Uhrzeit man in den Canyon möchte. Die Preise sind in der Höhe abhängig von der Uhrzeit, zu der man in den Canyon möchte. Das hängt damit zusammen, dass zu bestimmten Zeiten die Lichtverhältnisse im teilweise sehr engen Canyon für Fotografen interessant sind. Es gibt allerdings auch Touren, die extra für Fotografen gedacht sind und länger dauern als die normal geführten Touren. Es ist wohl keine Überraschung, dass die Touren für Fotografen nochmal kräftig teurer sind als die Touren für die normalen Touristen. Natürlich kann man auch während der normalen Touren Fotos machen oder auch filmen, aber da sind die Gruppen etwas größer, die Dauer der Tour kürzer und das Licht ist aufgrund der "ungünstigeren" Uhrzeit nicht so fotogen und irgendein Tourist steht immer vor der Linse.

Die Antelope Canyons weisen eine Besonderheit auf, über die sich jeder Besucher klar sein muss: Wenn es regnet, ist sofort Ende der Tour und man muss sofort den Canyon verlassen. Seit im Jahre 1997 11 Touristen durch plötzlich aufgetretenen Regen im Canyon umgekommen sind, kann man den Caynon nicht mehr allein begehen, sondern nur noch mit einer geführten Tour. Wir hatten Pech. Wir waren maximal 15 Minuten im Canyon als plötzlich Hektik ausbrach. Alle Tourenführer riefen plötzlich laut "raus raus raus, schnell schnell" - und alle Touristen wurden gedrängt, schnellen Schrittes den Canyon zu verlassen. Hastig wurden wir gedrängt, in die vor dem Canyon stehenden Geländewagen zu steigen (alle Touristen sitzen auf schmalen Holzbänkenauf der Ladefläche) und dann rasten die Geländewagen zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz. Tja, das war's dann, leider. Und ja, alle die sich an der Kasse meldeten, bekamen ihr Eintrittsgeld zurück.

Trotzdem - wir waren ungefähr 15 Minuten im Antelope Canyon, statt der üblichen fast eine Stunde, die die Tour normalerweise dauert. Und wenn man mal vergisst, dass man die Tour abbrechen musste, dann erinnert man sich gern an einen einmalig schönen Canyon, der teilweise so schmal ist, dass nur eine Person durch die Felsspalten passt. Oben ist der Canyon mehr oder weniger offen, meist weniger, so dass immer etwas Licht in den Canyon fällt und wenn die Sonne scheint, dann leuchten die Wände des Canyons in vielen rötlichen Farben. Ein einmaliges Schauspiel, das man sich unbedingt gönnen sollte. In den Hauptreisezeiten sollte man allerdings vorbuchen, sonst bekommt man am Tage der Anreise, oder am Folgetag, keinen Platz mehr.

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nachfolgend 9 Fotos vom Upper Antelope Canyon


Wettermäßig hatten wir wirklich Pech. Ein Gewitter mit häufigen Blitzen war über uns und so hatten wir leider nicht viel Möglichkeit, Page und die Umgebung noch einmal näher zu betrachten. Der Lake Powel ist ein künstlich angelegter Stausee, aber er liegt in einer traumhaft schönen Umgebung. Und weil das auch von den Bootsvermietern so erkannt wurde, sind die Gebühren für die Miete eines Bootes auch relativ hoch. Vielleicht auch deswegen, weil man nur über Wasser zur berühmten Rainbow Bridge gelangen kann. Erst mit dem Boot, dann nochein Stück zu Fuß - leider war ich bisher noch nicht an der Rainbow Bridge. Es ist die größte Natur-Brücke der Welt - so heißt es.
Wegen des sehr schlechten Wetters blieb uns nur, kurz auf den "Aussichtshügel" am Lake Power zu fahren und von dort aus ein paar Fotos zu machen, immer dabei die sich nähernde heftige Gewitterfront im Auge haltend.

Ich kann nur jedem empfehlen, in Page einen Stop von mindestens zwei Nächten einzulegen. Einen Tag braucht man für den Antelope Canyon, einen Tag für die Rainbow Bridge und dann sollte man vielleicht noch über die nah bei Page gelegene Navajo-Bridge in den Marble Canyon zu fahren. Durch den Marble Canyon bin ich vor vielen Jahren mal gefahren - es lohnt sich auf jeden Fall.

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nachfolgend 9 Fotos vom Lake Powel am Glen Canyon Dam bei Page



Der Bryce Canyon gehört für viele zu den schönsten Nationalparks in den USA, für manche ist er sogar DER schönste Nationalpark. In der Tat gehört er auch für mich zu den Parks, die man nicht oft genug besuchen kann. Im Bryce Canyon NP war ich drei- oder viermal, ich weiß es nicht so genau, aber eins weiß ich, egal wie oft - es wird immer mindestens einmal zu wenig gewesen sein. Es ist zwar hauptsächlich der Park selbst, der immer der Hauptgrund für eine Anreise sein wird, aber auch die Landschaft, durch die man fährt, wenn man vom Lake Powel aus hinfahrt, ist so einmalig und auch das kleine "Village" Bryce vor dem Eingang zum Bryce canyon NP hat seinen Reiz.
Bryce Canyon, USA
Früher habe ich im bei allen Bryce Canyon-Besuchern bekannten Ruby's Inn gewohnt, mit Eröffnung des neuen Best Western Plus Bryce Canyon Grand Hotel war es allerdings keine Frage für mich, dass ich vom bisherigen klassischen und stylistichen Ruby's Inn zum neuen BW auf der gegenüberliegenden Seite gewechselt habe.
Mehr Infos und Fotos vom Bryce Canyon NP finden Sie hier ---> Nationalparks / Bryce Canyon NP


Vom Bryce Canyon ging es nach Las Vegas. Über Las Vegas kann man durchaus verschiedener Meinung sein. Um es mit kurzen Worten zu sagen - ich mag Las Vegas. Nicht, weil ich dort in den Casinos spielen möchte, ich habe dort noch nie auch nur einen Dollar in einem der Casinos eingesetzt. Nein, ich mag Las Vegas, weil es eine so wahnsinning lebendige, strahlend leuchtende und verrückte Stadt ist, die es so kein zweites Mal gibt. Und weil es dort viele Themenhotels gibt, die man sich stundenlang ansehen kann und sollte, weil es dort viele Attraktionen auch außerhalb der Themenhotels gibt, wie z.B. die musikalisch untermalten gigantischen Wasserspiele vor dem Bellagio oder der Vulkanausbruch am Mirage oder die Fahrt mit der
Las Vegas, Nevada, USA
Achterbahn auf dem Stratosphere Tower, oder man begibt sich auf den Eiffelturm und danach läuft man nach Venedig im Venetian und anschließend schlendert man noch durch die Strassen von New York natürlich im Hotel New York - all das sollte man sich unbedingt ansehen, nicht zu vergessen die traumhaft angelegten Forum-Shops im Caesars Palace - und und und ...
Mehr Infos und Bilder zu Las Vegas finden Sie hier: ----> USA-Städte / Las Vegas


Wer von Las Vegas aus nach San Francisco möchte, muss sich zwischen zwei Möglichkeiten entscheiden. Ich habe mal vor Jahren die dritte Möglichkeit gewählt, aber normalerweise entscheidet man sich zwischen der Route südlich durch die Mojave Wüste und um den Seqoia National Forest herum oder durch das Death Valley, dann  über den Tioga Pass und durch den Yosemite National Park. Für mich war immer äusserst reizvoll der Weg durch das Ddath Valley. Das Death Valley wird leider sehr oft unterschätzt - völlig zu Unrecht.
Es gibt im Death Valley enorm viel zu sehen, dabei darf man allerdings die riesigen Entfernungen nicht unterschätzen und auch die extremen Temperaturen sollen nicht ungenannt bleiben, was bei funk-tionierender Klimaanlage im Auto natürlich keine Rolle spielt (solange man nicht das Death Valley verlassen möchte und nur noch bergauf fährt), aber spätestens dann, wenn man den Wagen verläßt und zu Fuß unterwegs ist. Temperaturen von 50 Grad C und auch darüber sind keine Seltenheit, aber es ist eine sehr trockene Hitze.
Was gibt es zu sehen im Death Valley? Hier einige Beispiele: Mit am bekanntesten ist der "Ort" Badwater, er ist der tiefste Punkt der USA (also auch tiefer als der Grand Canyon), denn er ist ca. 85 Meter unterhalb des Meeresspiegels.
Death Valley, California, USA

Neben Badwater muss man mindestens noch erwähnen den Devils Golf Course, die Twenty Mule Team Rd, den Zabriskie Point, die Ghost Town Beatty, Stovepipe Wells, Scottys Castle und ganz oben im Norden den Ubehebe Crater. Aber zum Death Valley gibt es soviel zu erzählen, dass ich dafür eine eigene Seite angelegt habe.
Sie finden diese Infos und Bilder hier ---> Nationalparks / Death Valley


Wir haben das Death Valley in nordwestlicher Richtung verlassen. Zunächst geht es dann durch die bergige Landschaft bis Lone Pine. Von dort aus geht es über einen Highway bis Mammoth Lakes, einen Ort, den ich vor etlichen Jahren "entdeckt" habe. Ein kleines verträumtes (Wintersport-)Örtchen, abgesehen von den typischen Hotelketten und bekannten Shops eigentlich nicht unbedingt Amerika-Typisch. Umso mehr hat mir der Ort gefallen und jedesmal, wenn ich/wir auf dieser Strecke haben, haben wir hier übernachtet. Eine Übernachtung bietet sich schon deshalb an, weil man ausreichend Zeit für einen Besuch des Mono Lake und der absolut echten Ghosttown Bodie.
Fährt man in Mammoth Lakes durch bis zum Skigebiet, dann fährt man oft vorbei an Häusern, die ihren Namen in Bayern oder in der Schweiz gefunden haben. Irgendwie scheinen unsere amerikanischen Freunde auf sowas abzufahren. Aber neben dem Skigebiet gibt es auch noch Gebiete mit herrlich gelegenen Seen, die im Sommer zum Wandern einladen. An einem der Seen rund um Mammoth Lakes findet man eine Besonderheit. Bei Kenntnis dieser Besonderheit könnte es den einen oder anderen Besucher gruseln, denn hier sind alle Bäume abgestorben und ragen komplett laubfrei in den Himmel. Ursache dieses Phänomens ist eine vulkanische Aktivität in diesem Bereich, durch die eine hohe Konzentration von CO2 entsteht und Bäume und andere Pflanzen absterben lässt und durch die manchmal extrem hohe Belastung von CO2 kamen 2006 sogar Bergwanderer ums Leben.
Das Bild Nr. 9 der nachfolgenden Bilderserie zeigt den Bereich der abgestorbenen Bäume.

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nachfolgend 13 Fotos von einigen Seen bei Mammoth Lakes


Der Mono Lake ist ist für mich einer der interessantesten und ungewöhnlichsten Seen, die ich jemals gesehen habe. Sicherlich denken nicht alle Besucher des Sees daran, wie die bizarr wirkende Kulisse des Sees entstanden ist. Vor Jahrzehnten wurde auch aus diesem See durch eine über 500 km lange Wasserleitung Los Angeleses mit Trinkwasser versorgt. Dadurch sank der Wasserspiegel des Sees, der Salzgehalt stieg dramatisch an und durch den immer geringer werdenden Wasserspiegels des Sees kamen die heute sichtbaren Kalkgebilde zum Vorschein. Dadurch, dass der Wasserspiegel so enorm sank, stehen die Kalkgebilde teilweise im Wasser, aber auch im Uferbereich auf Bodenflächen, die früher unter Wasser standen. In den 80iger erwirkten Naturschützer Gerichtsbeschlüsse, die die Entnahme des Wassers stoppten. Seit dem steigt der Wasserspiegel des Sees sehr langsam wieder an.
Besucher des Mono Lake müssen sich an Wasserstellen in direkten Uferbereichen auf Millionen von Fliegen einstellen, die aber überwiegend sich entweder direkt in den Wasserlachen tummeln oder in geringer Höhe über diese Wasserstellen fliegen, also nicht wirklich stören. Wenn sich doch mal eine Fliege in Kopfhöhe eines Besuchers verirrt hat, kann man diese ja durch eine "freundliche Handbewegung" bitten, eine andere Stelle anzufliegen. Ernsthaft - mich haben die Fliegen wirklich nicht gestört, ich fand es einfach nur toll dort.

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nachfolgend 17 Fotos vom Mono Lake


Von Mammoth Lakes aus ging es über den von mir so heißgeliebten Tioga-Pass Richtung Yosemite NP. Man sollte den Tioga-Pass wenigstens einmal befahren haben. Wie in den USA meistens üblich, sind Passstraßen sehr leicht zu befahren. Die Tioga-Passstrasse ist sehr breit gebaut und alle Kurven sind sehr leicht geschwungen. Es gibt an vielen Stellen Halteplätze, an denen man aussteigen und sich die großartige Landschaft ansehen kann. Aber so richtig grandios wird es oben auf der Passhöhe. Ein See lädt zum Verweilen oder sogar zum Wandern ein. Hier muss man einfach unbedingt Pause machen und die Natur auf sich wirken lassen. Und wenn es dann später wieder langsam bergab geht, findet man auch hier überall Parkplätze mit interessanten Aussichtspunkten und an vielen Stellen möchte man einfach eine Zeitlang durch die Natur laufen, oder über baumlose seicht ansteigende Anhöhen aus Granit etwas nach oben laufen und einfach nur die Aussicht genießen.

Bei der Planung sollte man berücksichtigen, dass der Tioga-Pass von etwa Oktober bis Mai geschlossen ist. Ich musste deshalb sogar mal vor vielen Jahren einen immensen Umweg über den weiter nördlich gelegenen XXXX-Pass in Kauf nehmen, der mir aber auch sehr gut gefallen hatte.
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nachfolgend 12 Bilder vom Tioga-Pass


Yosemite NP, California, USA
Am Ende des Tioga-Pass kommt man direkt zum Eingang des Yosemite Nationalparks. Bekannt ist der Yosemite NP einmal durch seine Mammutbäume, aber auch durch bekannte Berge wie den Half Dom und den El Capitan, sowie auch durch seine Wasserfälle.
Der Yosemite ist vor allem in den Haupt-sommermonaten einfach nur überlaufen, das sollte man bei der Reiseplanung unbedingt berücksichtigen. Das gilt insbesondere für die Buchung eines Hotelzimmers, wenn man im Yosemite NP über-nachten möchte - eine Zimmerreservierung sollte man einige Monate vor dem geplanten Reiseantritt erfolgreich abgeschlossen haben, sonst muss man sich außerhalb des Nationalparks ein Hotelzimmer
suchen. Der Yosemite NP ist eigentlich ein Park mehr für Wanderer. Einige kleine Wanderungen haben wir unternommen - aber durch die vielen Besucher des Parks, die natürlich alle mit einem Auto kommen und auch einen Parkplatz suchen, gestaltet sich mitunter ein Besuch des Parks als eine Sache, für die man manchmal etwas Geduld mitbringen muss. Dafür wird man dann an einigen Stellen belohnt mit tollen Attraktionen, wie z.B. den riesigen Mammutbäume.
Das sich die Besucher vor allem in den Hauptsommermonaten ein wenig knubbeln, liegt natürlich auch an der langen Wintersprerre des Yosemite NP.
Mehr Infos und Bilder vom Yosemite NP finden Sie hier: ----> Nationalparks / Yosemite NP


Vorletzte Station unserer Reise war Carmel by the Sea südlich von San Francisco, gelegen am berühmten Highway A1. Der Highway A1 ist eine wunderschöne Strasse, die zum größten Teil in Sichtweite des Pacific verläuft. Carmel ist eine wunderschöne und völlig untypische amerikanische Kleinstadt. Viele Häuser, die hier stehen, sehen aus als seien sie aus einem Märchenbuch gefallen, oder als hätte man sie aus denkmalgeschützten Gegenden in Deutschland abgebaut und hier wieder aufgebaut. Vor vielen Jahrzehnten hat hier jemand seiner Ehefrau ein ganz besonderes Haus für ihr Puppengeschäft bauen wollen und heausgekommen war das erste Haus wie aus einem Märchenbuch. Viele andere Häuser dieser Art folgten und gaben der Stadt ein besonderes Image.
Hier läßt es sich hervorragend wohnen, was u.a. auch für einige Zeit Ernest Hemingway, John Steinbeck, Doris Day, Brad Pitt, Jennifer Aniston und Clint Eastwood auch erkannt haben, wobei Clint Eastwood hier sogar mal Bürgermeister war. Und Doris Day (2017 wurde sie 95 Jahre) lebt noch heute hier und ist immer noch Miteigentümerin des Hotels Cypress Inn. Aber obwohl die Lage der Stadt so günstig bei San Francisco ist, leben hier keine 5.000 Einwohner, was vielleicht auch an den sicherlich hohen Grundstückspreisen liegen mag.
Die Wurzeln der Stadt findet man sicherlich bei der Mission San Carlos Borromeo de Carmelo im Jahre etwa 1770. In Carmel sind noch heute zum Teil sehr kuriose Gesetze gültig aus sehr alten Zeiten, wie z.B., dass man für das Tragen von High-Heels eine Städtische Genehmigung braucht, um Schadensersatzklagen gegen die Stadt vorzubeugen, falls mal jemand mit High-Heels umknickt. Sogibt es bis heute keine Leuchtreklame in der Stadt und es soll auch heute noch keine Postzustellung geben, die Bürger holen sich ihre Post aus Postfächern ab und angeblich soll es auch heute wieder keine Parkuhren geben - da ich mit meinem Wagen auf einem Hotelparkplatz geparkt habe, kann ich mich nicht leider nicht mehr erinnern, ob ich welche gesehen habe pder nicht, denn die Parkuhren soll es zeitweise bzw. versuchweise mal für sehr wenige Jahre gegeben haben, dann wurden sie aber wieder demontiert.
Carmel hat auch einen wunderschönen Strand. Man sollte allerdings, wenn es geht, zu Fuß zum Strand gehen, weil es auch dort Parkplatznot gibt.

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nachfolgend 14 Fotos aus Carmel


Von Carmel ging es dann über die Highway A1 Richtung San Francisco. Eigentlich sind wir den Highway in "falscher" Richtung gefahren - man sollte unbedingt von Nord nach Süd fahren und nicht von Süd nach Nord, aber auf dieser Tour war es nicht anders möglich. Zu einem früheren Zeitpunkt haben wir die Highway A1 schon komplett von San Francisco bis Los Angeles in der "richtigen" Richtung befahren. Von Nord nach Süd sollte man auf dem Highway fahren, weil man dann immer direkter am Pazific vorbeifährt und weil die Parkplätze auch auf dieser Seite der Strasse sind.
Es gibt einige sehr bekannte Orte entlang des Highways - zwischen Carmel und San Franciso ist das z.B. die Monterey Bay und die Bixby Creek Bridge bei Big Sure. Südlich von Carmel gibt es noch unzählige Sehenswürdigkeiten, deshalb wäre es zu schade, wenn man die A1 an nur einem Tag befahren würde. ABer für die Strecke zwischen Carmel und San Francisco hat man ausreichend Zeit, sich die Strände, die Landschaften und einige kleine Örtchen innerhalb von einigen wenigen Stunden anzusehen.

Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag etwas Pech, es war sehr diesig, zum Teil sogar neblig, was sich alles auf Fotos nicht so gut macht. Na ja, vielleicht ist das WEtter ja beim nächsten Mal etwas besser.

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nachfolgend 19 Fotos vom Highway A1 zwischen Carmel und SFO


Und dann ist das Ziel der langen Reise erreicht - San Francisco. Ich weiß im Moment nicht genau, wie oft ich schon in San Francisco war, einige Male, aber kein Mal zuviel, eher einmal zu wenig. Wem fällt nicht spontan das allzu gut bekannte Lied 'San Francisco' von Scott McKenzie ein, ich jedenfalls erinnere mich sehr oft an dieses Lied und nicht nur, wenn ich durch SFO laufe, sondern auch, wenn ich mal wieder gern dahin möchte. SFO gehört zu meinen Lieblingsstädten in den USA. Es ist eine traumhaft schöne Stadt, für die man nicht nur wegen der Cable Car kein eigenes Auto benötigt. SFO muss man sich erlaufen - oder die Cable Car benutzen und beides zu tun macht ungeheuren Spaß. Jeder, der nach SFO kommt, sucht mit seinen Augen sofort die Golden Gate Bridge.
Golden Gate Bridge, San Francisco, California, USA
Auch diese Bridge sollte man unbedingt zu Fuß überqueren. Die Entscheidung, die Brücke zu Fuß zu überqueren, wird belohnt mit einer einmaligen Aussicht auf die Stadt und auf die Insel Alcatraz. Aus dem Auto heraus hat man diese Möglichkeit nur sehr eingeschränkt. ABer es gibt noch viel mehr zu sehen in SFO. Dazu aber an anderer Stelle mehr.
Mehr Infos und Bilder voSan Francisco finden Sie hier: ----> USA-Städte / San Francisco

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