Seoul Süd-Korea - Hardys Reise-Homepage

Hardy
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Asien

Seoul










Zwischenlandung in Seoul

für eine Nacht in Süd-Korea (2009)



Asien haben wir bisher leider nur auf unseren Durchreisen nach Australien berüht.

Auf dem Rückflug von Sydney nach Frankfurt hatten wir eine Übernachtung in Seoul / Südkorea. Die Übernachtung im Hotel war im Flugpreis enthalten und die Fluggesellschaft sucht das Hotel für die Übernachtungsgäste aus.

Wenn man durch die Immigration gekommen ist, kommt man eine Rolltreppe herunter in die Eingangshalle des Terminals und am Fuße der Rolltreppe steht ein sehr freundlich aussehender Angestellter des Flughafens, der den ankommenden Passagieren gerne helfen möchte. Als Tourist aus dem Ausland fällt man sofort auf, was die Kontaktaufnahme erheblich vereinfacht. Kurz gefragt, wo die Hotelvergabe der Airline ist - kein Problem, gehen Sie bitte nach links bis zum Ende des Terminals. Gemacht, getan, angekommen - keine Hotelvergabe in diesem Teil des Terminals. Ist ja kein Problem, es sind ja noch mehr freundliche Angestellte des Flughafens zugegeben. Und der freundliche Mitarbeiter zeigte uns sofort mit einem freundlichen Lächeln den Weg - gehen Sie bitte in die Richtung, aus der Sie gekommen sind und dann bis zum anderen Ende des Terminals. Und siehe da, dort war dann tatsächlich der Treffpunkt, an dem die Hotelvergabe an die Fluggäste erfolgte. Kleiner Hinweis unsererseits, dass wir zwei Zimmer benötigen, da wir drei Personen wären. Heftiges Kopfnicken zeigte uns, man hatte uns verstanden und selbstverständlich sollten wir zwei Zimmer im Hotel bekommen.

Dann ging es los, wir verließen den Terminal und gingen zu einem Shuttle-Bus. Die Fahrt mit dem Shuttle-Bus zum Hotel war etwas abenteuerlich.

Links - rechts - geradeaus - rechts - links - eine neue Straße, noch dunkler, sehr schmal und kurvenreich, so schmal, dass der Bus nur noch sehr langsam fahren konnte. In Richtung Busfahrer dachte ich: "Junge, frage mich bloss nicht nach dem Weg, ich weiß ihn auch nicht".

So dunkel wie es draußen war und so einsam und abgelegen es uns erschien, so still war es in dem kleinen Shuttle-Bus.


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unten: Fotostrecke mit 14 Fotos vom Hotel und der näheren Umgebung


Übrigens - der Flughafen Seoul-Incheon ist einer der schönsten und modernsten Flughäfen, den ich jemals gesehen habe !

Dann waren wir am Hotel. Man schien schon auf uns gewartet zu haben, die Verteilung der Zimmer auf die vielleicht insgesamt 7 Personen ging sehr schnell. Und - natürlich würden wir ein Zwei-Raum-Zimmer bekommen ... abgetrennt durch ein Sideboard gab es dann zwei "Räumlichkeiten", in denen man sich aufhalten konnte. In dem einen war ein Doppelbett, im anderen war ein Schreibtisch mit Computer und dann hatte wohl das Zimmermädchen vergessen, die Bettsachen vom Boden aufzuheben und mitzunehmen.
Nein, es war das dritte Bett - eine dünne Matratze auf dem Fußboden mit einer Decke.

Das Hotel hat uns alle Sorgen und eventuelle Qualen der Entscheidung abgenommen, wann und wo wir unser Abendessen und wann und wo wir unser Frühstück einnehmen wollten. Das ist Service erster Klasse - Abendessen gab es dann ca. 30 Minuten später auf dem Zimmer und Frühstück wurde für 08:00 Uhr angekündigt. Auch auf dem Zimmer. Das Restaurant im Hause blieb geschlossen - klar, wenn die Gäste auf dem Zimmer bleiben ...
Aber immerhin hatten wir auf dem Zimmer einen Getränkeautomaten. Man brauchte jetzt nur noch Koreanische Won-Münzen zu nehmen und den Automaten zu füttern, schon bekam man etwas zu trinken. Ich glaube, wir hatten sowieso keinen Durst - nein, wir haben etwas an der Rezeption gekauft, wo man sehr überrascht war, uns noch einmal zu sehen.

Ein Blick aus dem Fenster sagte uns, es ist immer noch Nacht und darum absolut nichts zu sehen. Kein Haus, kein Licht, kein nichts, nicht einmal gar nichts war zu sehen. Am Morgen war dann alles anders, plötzlich waren Häuser zu sehen und in der Ferne sah man das Meer. Ich bin dann mal "ums Eck" gegangen, was mir wiederum einen erstaunten Blick der Rezeptionistin einbrachte, schließlich war der Shuttle-Bus ja noch gar nicht da, der sollte erst gegen 11:00 Uhr kommen - wieso geht jetzt dieser Tourist nach draußen ?

Und dann noch mit einer Kamera in der Hand ??

Darum hatten wir das Frühstück ja auch schon um 07:00 Uhr, klar, man weiß ja nie, wie lange die Ausländer frühstücken ;-).

Dafür hatten wir ein tolles Bad im Hotel und Pantoffel an der Eingangstür - ok, ich habe jetzt nicht Schuhgröße 37, aber daran ist ja das Hotel nicht schuld. Das Bad mit der Toilette hatte eine Pendeltür, die man leider nicht komplett schließen konnte. Ein Spalt zwischen Tür und Wand sorgte auch für eine ständige Luftzirkulation, so musste auch niemand fragen, ob die Toilette gerade frei ist, oder ob ...


Es war ein sehr interessanter Aufenthalt und natürlich bin ich wirklich sehr gern bereit, mich den Sitten und Gepflogenheiten in jedem Land anzupassen. Und mit einem freundlich gemeinten kleinen Lächeln klappt es mit der Anpassung auch immer ganz gut.


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Zweite Zwischenlandung in Seoul

erneut für eine Nacht in Süd-Korea (2011)


Incheon
(Klicken Sie r Maus auf das Bild, um es zu vergrößern)

Nicht so ganz frei von gemischten Gefühlen landeten wir für eine Zwischenübernachtung in Seoul. Die Eindrücke der ersten Zwischenübernachtung in Seoul waren noch allen in guter Erinnerung.
Aber dieses Mal waren wir ja erfahren, wir wussten ja, dass am Flughafen Seoul jemand von der Airline steht und den Passagieren mit Zwischenüber-nachtung den richtigen Weg zum in Frage kommenden Schalter der Airline weist, um dort zu erfahren, in welchem Hotel die Airline die Zimmer gebucht hatte.
Um es vorweg zu sagen - da wartete niemand. Aber davon weiter unten mehr.
Zunächst das nun wirklich Positive.


Ja, und dann erlebten wir nämliche eine Überraschung, eine positive Überraschung. Nach einer Fahrt von nur etwa 4 Minuten hielt der Shuttle-Bus wieder an. Wir waren bereits angekommen und standen etwas staunend vor dem Hyatt Regency am Airport Incheon.

Das war doch mal was anderes, als das Hotel beim letzten Mal. Und selbstverständlich -so die Airline- nehmen wir am normalen Dinner-Buffet des Hotels teil und natürlich auch am normalen Frühstücksbuffet - beides übrigens ganz hervorragend. Und findet man z.B. beim Frühstück nicht sofort, was man gern hätte und blickt sich vielleicht suchend um,
steht sofort jemand vom überaus zahlreichend vorhandenem Personal neben einem und fragt sehr höflich, ob man helfen kann und geleitet dann zu einem der vielen verschiedenen Buffets.


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Unten einige Impressionen vom Hotel



Abgesehen mal von der Food-Versorgung - das Hotel war einfach klasse. Die Zimmer waren sehr groß (selbstverständlich gab es für die Tochter ein eigenes Zimmer), ausgestattet mit einem King-Size-Bett und einem großen Schreibtisch (der mal nicht wie üblich an der Wand stand sondern im freien Raum), das Bad war sehr geräumig und hatte pfiffige Besonderheiten (z.B. multifunktionale Toilette mit eingebautem Bidet und beheiztem Toilettensitz) etc.


In der Eingangshalle stand ein wunderbarer, herrlich geschmückter riesiger Weihnachtsbaum in einer Größe, wie ich in bisher in keinem anderen Hotel gesehen habe. Man hatte fast Schwierigkeiten, den gesamten Christbaum mit einem Foto zu erfassen.


Sollte es mich mal wieder nach Seoul verschlagen, dieses Haus wäre im Moment meine erste Wahl !

Weihnachtsbaum im Hotel Hyatt Seoul
(Klicken Sie r Maus auf das Bild, um es zu vergrößern)

Wie gesagt, nachdem wir das Flugzeug verlassen hatten, war dort niemand, der uns zeigete, wohin wir nun zu gehen hätten. Jetzt hapert es unsererseits auch ein wenig mit der koreanischen Sprache, andererseits mit der englischen Sprache der Airline-Mitarbeiter, und zwar schon im Flugzeug. Das macht die Kommunikation streckenweise etwas schwierig - sofern jemand da ist, der sich überhaupt mit einem unterhalten will und bereit ist, nicht nur eine Auskunft zu geben, sondern sogar eine richtige !


Man muss wissen, dass die Airline-Mitarbeiter, durchweg Koreaner (welch' Überraschung ...), ein wirklich höfliches Völkchen sind und offensichtlich gehört es zum guten Ton, auch dann eine Frage zu beantworten, wenn man von der Antwort bedauerlicherweise überhaupt keine Ahnung hat. Das es sich lediglich um eine höfliche, aber durchaus falsche Antwort handeln kann, merkt man erst, wenn andere autorisierte Mitarbeiter zwar freundlich lächelnd, aber beharrlich darauf bestehen, dass man leider etwas falsch gemacht hat und entweder noch mal ganz zurück muss, oder sich zum Ausfüllen eines Formulars wieder ganz hinten an die Warteschlange anstellen muss. (Ob mittlerweile die Hotelzimmer schon vergeben sind ? Ob der Hotel-Shuttle-Bus schon weg ist ? Wieso fällt mir jetzt der Film "Terminal" mit Tom Hanks ein ?? Wir haben doch nun wirklich jetzt andere Probleme, als an Kinofilme zu denken ...)

Also, um das jetzt mal der Reihe nach aufzulisten, wie man als Durchgangsreisender sprich Transitreisender, dem die Korean Air für eine Zwischenlandung in Seoul ein Hotelzimmer für eine Nacht spendiert hat, ohne Visum bis ins Hotel kommt und auch wieder zurück zum Flughafen - hier ein kleiner Wegweiser (auch zu meiner eigenen künftigen Erinnerung, smile):
Wenn die Stewardess im Flugzeug fragt, ob man weniger oder länger als 24 Stunden in Seoul bleibt und man antwortet "weniger als 24 Stunden" und die Stewardess dann feststellt, dass der kleine Zettel (Arrival Card) nicht ausgefüllt werden muss - lassen Sie sich auf jeden Fall trotzdem so ein Blättle geben. Die Arrival Card
muss nämlich ausgefüllt und bei der Immigration abgegeben werden (s.a.
Visit Seoul, Arrival Card und Zollerklärung). Auf der Arrival Card ist eine erste Adresse in Seoul anzugeben - die hat man nicht, weil man nicht weiß, in welchem Hotel man die Nacht verbringen wird.

Nach der Landung in Incheon geht man, sofern das Gepäck von der Airline durchgehend transportiert wird, zur Immigration. Dort erklärt man gegebenenfalls, dass die Airline ein Hotelzimmer gebucht hat, aber man nicht weiß, um welches Hotel es sich handelt und dass man am nächsten Tag um die und die Uhrzeit nach Deutschland weiterfliegt. Dann bekommt man einen Stempel in den Pass und darf "einreisen". Danach begibt man sich die Rolltreppe herunter und kommt dann zum Zoll. Hier muss die Zollerklärung ausgefüllt werden (liegen dort an kleinen Schreibtischen aus). Hinter dem Zoll kommt man in den Terminal-Bereich. Hier geht man nach
links, bis fast ans Ende des Terminals. Dort befindet sich der
Schalter A1 d
er Korean Air (es gibt noch mehr Schalter der Korean Air, aber der A1 ist der richtige) und dort bekommt man einen Voucher für das Hotelzimmer und von dort wird man dann zum Shuttle-Bus geleitet (geleitet ! Aha, geht also ...  smile).

Und schon kann man aus vollem Herzen sagen: Welcome in South-Korea
War doch eigentlich ganz einfach, oder ?

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